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Verhalten nach Verkehrsunfall - Ihre Schritt-für-Schritt-Anleitung

Über 2,5 Millionen Mal hat es im Jahr 2024 auf Deutschlands Straßen gekracht. Diese Zahl des Statistischen Bundesamtes macht deutlich: Ein Verkehrsunfall ist kein unwahrscheinliches Ereignis, sondern trauriger Alltag. Doch so routiniert die Statistik klingt, so unvorbereitet trifft es den Einzelnen im Moment des Zusammenstoßes.

In diesem Beitrag können Sie sich über die sinnvollen bzw. vorgeschriebenen Sofortmaßnahmen informieren, um Unfallsituationen sicher meistern zu können.

Maßnahmen die nach einem Verkehrsunfall wichtig sind

Unfallstelle absichern

Warum ist die Absicherung so wichtig? Nach einem Verkehrsunfall zählt jede Sekunde. Bevor Sie sich um sich selbst und andere kümmern, müssen Sie die Unfallstelle absichern, um Folgeunfälle zu verhindern.

So geht’s richtig:

  • Sofort den Warnblinker einschalten.
  • Warnweste anziehen, bevor Sie das Fahrzeug verlassen. Haben Sie diese am besten immer in greifbarer Nähe unter dem Fahrersitz oder im Handschuhfach. Zu beachten ist, das die Westen der Norm EN ISO 20471 oder DIN EN 471 entsprechen müssen (gelb, orange oder rot-orange).
  • Warndreieck in ausreichender Entfernung aufstellen, innerorts ca. 50 m hinter der Unfallstelle, außerorts ca. 100 m, auf Autobahnen ca. 150–200 m.

Praxis-Tipp: Selbst bei kleinen Blechschäden ist die Absicherung Pflicht: Sie schützt Sie und andere Verkehrsteilnehmer.

Erste Hilfe leisten

Nach einem Unfall ist Erste Hilfe bei Verkehrsunfall rechtlich vorgeschrieben. Sie sind verpflichtet zu helfen, soweit Sie dazu in der Lage sind.

Wichtige Erste-Hilfe-Schritte:

  1. Bewusstsein prüfen: Ist die Person ansprechbar?
  2. Atmung kontrollieren: Atmet die Person normal?
  3. Notruf absetzen, wenn nötig (siehe nächster Abschnitt).
  4. Stabile Seitenlage, wenn bewusstlos, aber atmend.
  5. Blutungen stillen: Mit Tüchern oder Verbandsmaterial.

Rechtlicher Hinweis: Unterlassene Hilfeleistung ist strafbar. In Deutschland drohen hier hohe Geld- oder Freiheitsstrafen.

Notruf 112: Wie Sie den Notruf richtig absetzen

Wenn bei einem Unfall Personen verletzt sind oder Gefahr besteht, rufen Sie unverzüglich Notruf 112 an. Beantworten Sie diese W-Fragen:

  • Wo? Genaue Unfallstelle (Ort, Straße, Kilometer, Richtung)
  • Was ist passiert? Kurze Unfallschilderung
  • Wie viele Verletzte? Und was ist deren Zustand?
  • Warten auf Rückfragen: Sprechen Sie deutlich und bleiben Sie ruhig.

Tipp: Auch bei unklaren Symptomen (z.B. Schwindel, Schmerzen später) lieber einmal mehr den Notruf wählen. Medizinisches Fachpersonal entscheidet dann über weitere Maßnahmen.

Polizei informieren - wann ist es Pflicht?

Die Polizei muss informiert werden, wenn:

  • Personenschaden vorliegt,
  • hoher Sachschaden entstanden ist,
  • Unfallverursacher flüchtet (Fahrerflucht),
  • eine klare Schuldfrage umstritten ist,
  • oder sich die Beteiligten nicht einigen.

Daten austauschen und Unfall dokumentieren: Beweise für Polizei & Versicherung

Unmittelbar nach der Unfallaufnahme geht es darum, alle relevanten Informationen zu sammeln. Das ist ein zentraler Schritt im Verhalten nach Verkehrsunfall und schützt Sie später vor Ärger mit Versicherungen oder im Streitfall.

Unbedingt notieren/fotografieren:

  • Namen, Adressen und Versicherungsdaten aller Beteiligten
  • Amtliches Kennzeichen der Fahrzeuge
  • Fahrzeugschäden aus mehreren Blickwinkeln
  • Unfallstelle, Verkehrssituation, Straßenzustand, Lichtverhältnisse
  • Zeugen mit Kontaktdaten
  • Skizze des Unfallhergangs

Tipp: Nutzen Sie Ihr Smartphone - gute Fotos sind oft entscheidend für die spätere Klärung.

Versicherung nach dem Unfall informieren

Nach dem Unfall ist es wichtig, dass Sie Ihre Versicherung nach einem Verkehrsunfall informieren, idealerweise noch am gleichen Tag. Viele Versicherungsverträge verlangen eine zeitnahe Meldung.

Darauf sollten Sie achten:

  • Schäden nicht selbst bewerten - überlassen Sie das Profis (siehe nächster Abschnitt).
  • Unterschreiben Sie keine Schuldanerkenntnisse.
  • Geben Sie lediglich die Fakten an ohne Spekulationen.

Praxis-Hinweis: Viele Versicherer bieten mittlerweile digitale Schadensmeldungen per App oder Online-Formular.

Schaden professionell feststellen lassen: Gutachter vs. Werkstatt

Sobald Ihre Versicherung informiert ist, wird in der Regel ein Schadensgutachter beauftragt. Dieser bewertet objektiv den Schadenumfang.

Unterschiedliche Wege zur Schadenbewertung:

  • Versicherungs-Gutachter: Neutral, wird meist von der Versicherung bestellt.
  • Unabhängiger Gutachter: Wahlmöglichkeit, wenn Sie z. B. Zweifel haben.
  • Direkt in der Werkstatt: Viele Werkstätten bieten ebenfalls eine erste Einschätzung an.

Reparatur in der Werkstatt Ihrer Wahl

Auch wenn die Versicherung Empfehlungen ausspricht, liegt die Wahl der Werkstatt liegt bei Ihnen.

Positive Effekte:

  • Vertrauen in den Service
  • Transparente Kommunikation
  • Möglichkeit, Zusatzleistungen (z. B. Hol- und Bringservice) zu nutzen 

Tipp: Holen Sie, wenn möglich, mehrere Angebote ein - das kann Zeit und Geld sparen.

Typische Fehler nach einem Unfall: Vermeiden Sie diese häufigen Fehler

  • Unfallstelle nicht sichern
  • Keine Fotos oder persönliche Informationen festhalten
  • Polizei nicht rufen, obwohl nötig
  • Unterschrift unter fragwürdige Dokumente wie z.B. Schuldeingeständnisse
  • Versicherung zu spät informieren
  • Schaden selbst schätzen

Auch in Ihrem Betrieb können (Verkehrs-)unfälle passieren. Damit Sie und Ihre Mitarbeitenden im Falle der Fälle diese souverän meistern können, empfehlen wir Ihnen unsere Digitalen Unterweisungen beispielsweise:

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