VDI 2700 Blatt 16: Wesentliche Änderungen zur Ladungssicherung bei Transportern bis 7,5 t zGM
Mit der im Juni 2026 veröffentlichten Neufassung der VDI 2700 Blatt 16 hat der VDI die Anforderungen an die Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen bis 7,5 t zulässiger Gesamtmasse (zGM) überarbeitet und in wesentlichen Punkten präzisiert. Die Richtlinie trägt den Titel „Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen – Ladungssicherung bei Transportern bis 7,5 t zGM“ und richtet sich an alle Beteiligten im Straßengüterverkehr.
VDI 2700 Blatt 16: Anwendungsbereich für Transporter bis 7,5 t zGM
Die Neufassung ersetzt die Ausgabe 2009-07 und den Entwurf 2025-09 und präzisiert die Anforderungen für Transporter bis 7,5 t zGM. Erfasst werden unter anderem:
- Kofferaufbau
- Pritschenaufbau
- Kastenaufbau
- Fahrzeuge mit mitgeführten Anhängern
Die Richtlinie richtet sich zudem ausdrücklich an alle am Transport beteiligten Personen. Dazu zählen insbesondere Absender, Verlader, Fahrzeugführer, Fahrzeughalter, Frachtführer sowie weitere Personen, die gesetzlich oder vertraglich Verantwortung für den sicheren Transport übernehmen.
VDI 2700 Blatt 16: Änderungen und Konkretisierungen bei der Ladungssicherung
Die Neufassung konkretisiert wichtige Anforderungen an die Ladungssicherung und schafft mehr Klarheit für die praktische Umsetzung. Zu den wichtigsten Änderungen gehören:
- Vorgaben zur Mindestanzahl und Positionierung von Zurrpunkten
- Empfehlungen zum Einsatz geeigneter Ladungssicherungsmittel in Kastenwagen, auf offenen Ladeflächen und Anhängern
- Anforderungen an die Fahrzeugeinrichtung, beispielsweise hinsichtlich der maximal zulässigen Belastung von Schutzgittern oder Leiterträgern
- Präzisierte Anforderungen an den Fahrzeugaufbau, insbesondere an Stirn- und Seitenwände
Mehr Praxisbezug für Unternehmen und Fahrzeugführer
Ein besonderer Schwerpunkt der neuen VDI 2700 Blatt 16 liegt auf der praktischen Anwendung. Die Richtlinie unterstützt Verantwortliche bei der Auswahl geeigneter Ladungssicherungsverfahren und Ladungssicherungsmittel, etwa beim Einsatz von Zurrgurten oder Zurrketten. Darüber hinaus enthält sie praxisnahe Hinweise zur sicheren Verladung von:
- Arbeitsmaterialien
- Werkzeugen
- schweren Einzelgütern
- Stückgütern
Neben technischen Anforderungen bietet die Richtlinie Hilfestellung bei organisatorischen Aufgaben. Sie unterstützt Unternehmen unter anderem bei:
- der Erstellung betrieblicher Verlade- und Sicherungsanweisungen,
- der Beurteilung der Fahrzeugbelastung,
- der korrekten Lastverteilung sowie
- der Dokumentation von Ladungssicherungsmaßnahmen.
Fazit zur VDI 2700 Blatt 16: Mehr Klarheit für die Ladungssicherung in Transportern
Die Neufassung der VDI 2700 Blatt 16 führt zwar nur wenige neue Anforderungen ein, präzisiert jedoch bestehende Vorgaben deutlich. Die Verantwortlichkeiten aller Beteiligten werden klarer definiert, die Anforderungen an Fahrzeugaufbau, Fahrzeugeinrichtung und Ladung eindeutig voneinander abgegrenzt und die praktische Umsetzung umfassend erläutert. Vor allem Unternehmen mit Transportern bis 7,5 t – insbesondere Kurier-, Express- und Paketdienste (KEP), Handwerksbetriebe, Serviceunternehmen und Logistikdienstleister – profitieren von den konkreten Handlungsempfehlungen. Damit stellt die Richtlinie eine wichtige Orientierung für regelkonforme und praxisgerechte Ladungssicherung dar.
Wer LKW, Transporter, Kastenwagen oder Anhänger im Arbeitsalltag nutzt, sollte die aktuellen Anforderungen der VDI 2700 Blatt 16 kennen und sicher anwenden können. In unseren Schulungen zur Ladungssicherung vermitteln wir praxisnah, worauf es bei der Auswahl geeigneter Sicherungsmittel, der richtigen Lastverteilung und der Umsetzung betrieblicher Sicherungsanweisungen ankommt – verständlich, anwendungsorientiert und mit direktem Bezug zum Arbeitsalltag.
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