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Interessante Fragen unserer Kunden

Fragen zur Baustellensicherung

Muss bei kurzfristig eingerichteten Baustellen eine verkehrsrechtliche Anordnung erfolgen, wenn es sich z.B. um die Absicherung eines Schachts oder Arbeiten am Hydrant handelt und nur Leitkegel verwendet werden?

Bei kurzfristigem Einsatz, der nicht mehr als ca. 30 Minuten dauert und mit dem Fahrzeug abgesichert werden kann (das Fahrzeug muss mit den Aufklebern des §35, Abs. 6 versehen sein!), benötigt man keine weiter Anordnung.

Aber: Greift man in den Verkehr ein und stellt Verkehrszeichen auf, Z.B. VZ 23, dann ist eine Anordnung notwendig gemäß §45, Abs. 6 StVO: Vor dem Beginn von Arbeiten, die sich auf den Straßenverkehr auswirken, müssen die Unternehmer – die Bauunternehmer unter Vorlage eines Verkehrszeichenplans – von der zuständigen Behörde Anordnungen nach den Absätzen 1 bis 3 darüber einholen, wie ihre Arbeitsstellen abzusperren und zu kennzeichnen sind, ob und wie der Verkehr, auch bei teilweiser Straßensperrung, zu beschränken, zu leiten und zu regeln ist, ferner ob und wie sie gesperrte Straßen und Umleitungen zu kennzeichnen haben. Sie haben diese Anordnungen zu befolgen und Lichtzeichenanlagen zu bedienen.

Wer darf temporäre, gelbe Fahrbahnmarkierungen anbringen?

Bei der Ausführung von vorübergehenden Markierungen auf innerörtlichen Straßen und Landstraßen ist ein Qualifizierungsnachweis über die erfolgreiche Teilnahme an einer mindestens zweitägigen Schulung zum Thema Fahrbahnmarkierung zu erbringen.

Bei der Ausführung von Markierungsarbeiten muss der Auftragnehmer dafür sorgen, dass eine geschulte und geprüfte Fachkraft für Fahrbahnmarkierungen des eigenen Betriebes anwesend ist, die sich vor Ort durch ein entsprechendes Zertifikat mit Lichtbild ausweisen kann.

Quelle: http://www.dsgs.de/data/CMM_Contents/files/Publikationen/Leitfaden-Fahrbahnmarkierung-DVR-DSGS-1.pdf

Fragen zu Anschlagmittel und deren Prüfung

a) Lastaufnahmemittel und Traversen dürfen ja nicht selbst geprüft werden, in welchem Intervall sind diese von entsprechenden Unternehmen zu prüfen?

Die Traversen sind grundsätzlich nach den Angaben des Herstellers zu prüfen. Dieser legt in der Betriebsanleitung die Prüfkriterien fest. Die Prüfintervalle legen Sie innerbetrieblich im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung § 3 BetrSichV selbst fest. Mindestens jedoch muss einmal jährlich geprüft werden.

b) Darf ich am Plateau-Auflieger angebrachte Stahlseile auf Rollen prüfen, denn diese erfüllen ja die gleiche Funktion wie ein Spanngurt oder eine Kette?

Die am Auflieger angebrachte Winde ist vermutlich zur Ladungssicherung vorgesehen. Wenn Sie im Rahmen eines Tageslehrganges zur Befähigte Person zur Prüfung von Ladungssicherungshilfsmitteln teilnehmen, so dürfen Sie diese dann auch nach den Angaben des Herstellers prüfen.